Sprachdiagnostik: Vielfalt der Praktiken, Methoden und Theorien?

Problemfeld

Allen Konzepten gemeinsam: das Problem der Interpretation und Analyse der sprachlichen Äußerungen. Wie schlagen wir eine Brücke zwischcn der Sprache des Kindes und unserer eigenen Sprache? Was, beispielsweise, sind die Bedingungen der Rekonstruktion der Grammatik der Schemata des sprachlichen Ausdruck des Kindes? Wie haben wir methodisch vorzugehen, wenn es uns auf mehr ankommmt als nur darauf, das (implizite) grammatische Wissen von Kindern mit den Standards von Grammatiken der Schriftsprache gleichzusetzen? Was etwa hilft es, deswegen in Standardwerken der Grammatik des Deutschen nachzuschlagen?

Die These: Um eine Sprachanalyse kommen wir bei der empirischen Sprachdiagnostik nicht herum. Und die setzt in mehrfacher Hinsicht linguistische Kompetenz voraus. Wie wir sprachliche Äußerungen praktisch verstehen, analytisch darstellen und diagnostisch werten, das hängt von unserem hermeneutischen, analytischen und theoretischen Sachverstand ab.

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