Grammatische Analyse: die Methodik

Methodik der grammatischen Analyse Methodik der grammatischen Analyse Methodik der grammatischen Analyse Methodik der grammatischen Analyse Methodik der grammatischen Analyse Methodik der grammatischen Analyse Methodik der grammatischen Analyse Methodik der grammatischen Analyse Methodik der grammatischen Analyse Methodik der grammatischen Analyse Methodik der grammatischen Analyse Methodik der grammatischen Analyse Methodik der grammatischen Analyse Methodik der grammatischen Analyse Methodik der grammatischen Analyse

Die Feldforscher unter den empirisch arbeitenden Sprachwissenschaftlern wussten es irgendwie schon immer: wer andere Sprachen beschreibt, wer (wie man so sagt) deren Regeln, Muster, Formen grammatisch darzustellen beabsichtigt, der muss sich mit der sprachlichen Praxis der anderen und mit deren Sprachverständnis vertraut machen. Um eine Prozessanalyse kommt nicht herum, wer auf eine Strukturanalyse aus ist. (Beispielsätze sind ja immer nur insoweit illustrativ, als sie eine bestimmte sprachliche Praxis exemplifizieren.)

Sind deshalb alle nur denkbaren Interpretationen und Explikationen gleichermaßen akzeptabel? Macht es Sinn, die sprachlichen Äußerungen anderer auf eine beliebige Art und Weise wörtlich zu nehmen, mit anderen Worten wiederzugeben, auf das eigentlich Gemeinte hin zu untersuchen, ihrer wahren Bedeutung nach zu bewerten? Wann kann die empirische Sprachanalyse als methodisch durchdacht gelten, und wann trägt was für eine grammatische Analyse dazu bei? Offensichtlich macht weder ein spekulativer Interpretationismus noch ein formalistischer Grammatikalismus sprachstrukturanalytisch Sinn. Im Gegenteil, der Sprachanalytiker muss ausdrücklich zeigen können, wie er versteht, wie Sprecher und Hörer einander verstehen. Und das zu können, setzt methodische Kompetenz voraus. Und (so schon Hans Glinz 1952) eine Verstehenstheorie, die die Praxis und den Stellenwert der grammatischen Analyse überzeugend beschreibt.

Was tun Linguisten, wenn sie grammatische Operationen durchspielen? Wie entdecken und unterscheiden sie grammatische Strukturen? Mit was für einem Begriff grammatischer Kategorien arbeiten sie? Und, das nicht zuletzt, welches Konzept der Theorie der Grammatik zeichnet sich da ab? Der vielzitierte linguistische Strukturalismus wird theoriegeschichtlich nicht selten als induktivistisch etikettiert, Seine operationale, treffender: seine sprachphänomenologische Weiterentwicklung (Glinz 1952; Glinz 1994) wird derzeit von radikal konstruktiven Grammatiktern (Croft 2011) eher terminologieemphatisch als sprachanalytisch überboten. Die Chomsky-Versionen der Universalgrammatik aller Sprachen (Pinker 1999) verlieren angesichts neuerer empirischer Sprachentwicklungsforschung (Tomasello 2011) an Relevanz. Die grammatiktheoretische Grundlagenforschung gerät mehr und mehr ins Blickfeld des sprachtheoretischen Pragmatismus (Brandom 200) - und die Begriffswelten der Linguisten verändern sich: eine Sprache zu können, und eine Sprache beschreiben, eine Sprache erklären zu können, das scheint doch etwas anderes zu sein als die Tradition der Schulgrammatiken nahelegte. Die Schlüsselfragen sind inzwischen einfach andere.

Grammatische Analyse

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